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28. März 2016

Carrot Cake im Marzipanmantel

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Frohe Ostern meine Lieben,
pünktlich zum Ostermontag melde ich mich mit meiner Version des Carrot Cakes oder auch Rüblikuchen genannt. So pünktlich ist die ganze Sache wahrscheinlich nicht, denn wahrscheinlich habt ihr schon alle eure Oster-To Do-Listen abgehakt und bereits fleißig gebacken. Aber trotzdem wollte ich euch dieses Meisterwerk nicht vorenthalten und immerhin kann man den Carrot Cake auch an jedem anderen Tag essen und Osterfeiertage holen uns ja auch jedes Jahr aufs Neue ein.

Vor 2 Wochen waren mein Freund und ich für einige Tage in den Niederlanden. Wir haben es uns wirklich gut gehen lassen und im Rahmen eines Abstechers in die durchaus etwas größere Stadt Haarlem fanden wir ein kleines Café im Herzen der Innenstadt. Die Inhaberin – ihrem Englisch nach zu Urteilen eher Britin als Niederländerin – war eine junge, sehr herzliche Person und betrieb das Café wohl ganz allein. Neben einer Menge Scones-Varianten – ein weiteres Indiz für ihre britische Staatsangehörigkeit – befand sich in ihrem Schaufenster auch eine kleine Auswahl an selbstgebackenen Kuchen und Torten. Ich war ganz hin und weg als sie mir eröffnete, dass einer der Kreationen ein “Banoffee Cake” war, entschied mich aber letztendlich für den Carrot Cake, dessen Frosting mich einfach zu verführerisch anlächelte. Bis heute schwärme ich von diesem Café und den wunderbaren Kreationen. Leider habe ich keine brauchbaren Bilder machen können. Hier kann man sich aber einen Blogpost eines niederländischen Bloggers anschauen, der ein paar nette Eindrücke festgehalten hat.

Für mich stand nach diesem Kurzurlaub fest, dass ich ganz bald auch mal einen Carrot Cake auf eigene Faust ausprobieren muss. Nachdem ich also am “Ostersamstag” meine superfrühe Frühschicht hinter mich gebracht hatte, habe ich mich dran gegeben und dieses Rezept ausgetüftelt. Ich bin ja immer wieder erschrocken wie viel Puderzucker so ein Cream Cheese Frosting schluckt. Diejenigen, die nicht so gerne supersüße Kuchen essen, sollten also hier aufpassen und eventuell auf ein anderes Frosting zurückgreifen. Für diejenigen, die einen besonders süßen Zahn haben, ist der Kuchen jedoch genau das Richtige.

Da meine Familie ein Faible für Marzipankuchen hat, habe ich mir diesmal sogar zusätzlich die Mühe gemacht und eine Marzipandecke über die Schichten gestülpt. Das veredelt den eigentlichen Kuchen noch einmal ungemein und macht den “Cake” schon fast eher zu einer Torte. Ich bin gespannt wie meine Kreation beim heutigen Osterkaffee ankommen wird.

Für die Auch-nach-Ostern-Rübli-Kuchen-Esser unter euch also hier mein Carrot Cake Rezept. Habt Spaß damit!

 

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Für den Teig:

120g Walnüsse (gehackt)

300g brauner Zucker

100g weißer Zucker

240ml Öl (ich bevorzuge Sonnenblumen- oder Kokosöl)

4 große Eier

130g griechischer Joghurt

310g Mehl

2 TL Backpulver

1 TL Natron

1 TL Kardamom

1 Päckchen Vanilleextrakt (wie bspw. hier)

1 TL Ingwer (gemahlen)

1/4 TL Gewürznelken (gemahlen)

eine Prise Muskat

260g Möhren

 

Für das Cream Cheese Topping:

170g Butter, zimmerwarm

450g Frischkäse

1 Päckchen Vanilleextrakt (wie bspw. hier)

120g Kuvertüre, weiße, geschmolzen und abgekühlt

2 EL Schlagsahne

480g Puderzucker

3 EL Zitronensaft

 

optional:

weitere 80g Kuvertüre (weiße)

Marzipan Decke (300g; wie bspw. hier)

grüner Deko-Marzipan (wie bspw. hier)

Marzipan Rüblis (wie bspw. hier)

 

  1. Walnüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech zirka 10 Minuten bei 140 Grad (Ober-/Unterhitze) rösten. Danach zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  2. Die zwei Zuckersorten, sowie die Eier, das Öl, das Vanilleextrakt und den Joghurt miteinander vermengen und zu einer glatten Masse rühren. Zudem das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron und den übrigen Gewürzen vermengen. Dann beide Massen miteinander vermengen.
  3. Die Möhren raspeln und zusammen mit den Nüssen unter den Teig heben.
  4. Entweder den Teig auf zwei bzw. drei gleichgroße Springformen verteilen (ich habe eine 26er Form genommen) oder drei mal hintereinander die selbe Menge Teig in einer Form bei 180 Grad abbacken. Die entstandenen Kuchenböden auskühlen lassen.
    Anmerkung: Ihr könnt den Kuchen aus zwei oder drei Lagen zusammensetzen. Dabei variiert jedoch die Backdauer. Bei zwei Schichten solltet ihr die einzelnen Kuchenböden jeweils für etwa 25 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen, bei drei Schichten jeweils für 15 Minuten.
  5. Für das Cream Cheese Topping die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker, dem Frischkäse, der Schlagsahne, dem Zitronensaft und dem Vanilleextrakt vermengen. Die Kuvertüre zunächst im Wasserbad schmelzen lassen, kurz abkühlen lassen und dann ebenfalls in die Creme einrühren.
  6. Nun die einzelnen Lagen schichten. Dazu immer einen Kuchenboden mit einem Teil der Topping-Creme bestreichen und dann mit einem weiteren Kuchenboden abdecken.
  7. Falls gewünscht kann der Kuchen nun mit einer Marzipandecke abgedeckt werden. Dazu die restliche Kuvertüre auf dem obersten Kuchenboden und gegebenenfalls an den Seiten verteilen und die fertige Marzipandecke darüber stülpen und andrücken. Mit Dekoelementen nach Wunsch verzieren.

 

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