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14. Juni 2016

Tarte légère au melba

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… oder auch: Leichte Tarte mit Himbeeren und Pfirsichen.
… oder um mal bei der französischen Begrifflichkeit zu bleiben: Tarte léger aux framboises et pêches.

Ich möchte bei meinem letzten Beitrag anknüpfen und euch mit Freude nochmal daran erinnern, dass momentan die Fußballeuropameisterschaft 2016 stattfindet. Und welches Land trägt diese Europameisterschaft aus? Genau! Frankreich! Aus diesem Grund wird es in den kommenden Woche frei nach dem Motto “Vive la France” bestimmt den ein oder anderen Beitrag geben, der an die französische Küche bzw. “Backstube” angelehnt ist.

Bis zum heutigen Tage habe ich es ganze zwei Male in das Land der Gourmets geschafft. Eine dieser beide Besuche war sogar nur ein Tagesbesuch und ich bin in der Versuchung dies eigentlich gar nicht mitzuzählen. Aber immerhin kann ich auch eine komplette Woche Marseille auf meinem Frankreich-Reise-Konto verbuchen. Damals in der achten Klasse nahm ich an einem von meiner damaligen Schule organisierten Schüleraustausch teil. Mit meiner Austauschschülerin hatte ich das große Los gezogen. Clara war ein Jahr älter als ich, Tochter eines Iren und Schülerin eines katholischen Privat-Lycées im südwesten Marseilles. Während andere Mitschüler von mir in Familien lebten, die in riesigen Wohnblocks wohnten, wohnte ich für 8 Tage in einem kleinen Loft auf einer altstädtischen Geschäftsstraße. Eine Woche lang aß ich Croissants mit Schokolade zum Frühstück, schaute französisches Fernsehen, genehmigte mir Baguette-Sandwiches mit Trüffelmayonnaise zum Mittag & unternahm Wochenendausflüge an die Küste der Côte d’Azur. Es klingt dekadent – und so war es auch. Schlimm nur, dass ich das alles zur damaligen Zeit nicht zu schätzen wusste. Das Loft lag gegenüber von einer kleinen, wunderschönen Boulangerie. Heutzutage würde ich täglich dorthin gehen und mich durch die ganzen Backwaren testen – damals beäugte ich es mit einer gewissen Langeweile, wenn mein Gastvater dort frische Croissants für’s Frühstück holte.

Meine Liebe zu Frankreich wuchs schleppend. Ich merkte es nicht mal, dass ich Frankreich plötzlich mochte, aber das Gemüt der Menschen, der mediterrane Lebensstil und insbesondere das Essen gefielen mir zunehmend immer besser. Heutzutage tue ich einiges für frisches Baguette oder ein Croissant und auch für Macarons oder Tartelletes bin ich immer zu haben.

Nun habt ihr sicherlich genug von meinen Erinnerungen an die französische Stadt Marseille, meinen Schüleraustausch und meine Vorliebe für französisches Gebäck. Jetzt geht es an’s Eingemachte, denn: Ich habe ein Rezept für euch! Normalerweise möchte ich meinen Kuchenkonsum auf’s Wochenende beschränken, aber wenn dann doch die Lust auf etwas süßes zu groß wird, dann muss etwas leichtes her. Genau aus diesem Grund handelt es sich bei dieser Melba-Tarte um eine kalorienreduzierte Variante. Aber hier wird keinesfalls am Geschmack gespart. Mir hat sie sogar besser geschmeckt als so manche Voll-Fett-Tarte. Also probiert sie aus und staunt wie leicht und doch lecker diese kleine Schönheit ist.

5.0 from 1 reviews
Tarte légère au melba
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Ingredients
  • 55 g Mehl
  • 45 g gesalzene Butter (Mischstreichfett, ca 30% fettreduziert)
  • ½ EL Wasser
  • 2½ EL Crème légère (15% Fett)
  • 2½ EL Pfirsichmarmelade
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 125 g Himbeeren
Instructions
  1. Das Mehl mit der Butter und etwas Wasser zu einem homogenen Teig verkneten. Dann in etwas Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank kühl stellen.
  2. Die Crème légère mit 1½ EL der Pfirsichmarmelade und dem Vanillezucker verrühren.
  3. Wenn der Mürbeteig lang genug gekühlt ist diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und dann gefettete und bemehlte Tarteformen damit auslegen. Die Crème légère-Masse auf den Mürbeteig geben und die Tarteformen damit befüllen.
  4. Alles für zirka 20 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) backen. Nach abgelaufener Backzeit die Tartes im abgeschalteten Backofen für 5 Minuten nachziehen lassen. Dann bei Raumtemperatur vollständig abkühlen lassen.
  5. Die Himbeeren waschen und die Tartes entlang des Randes mit dem Himbeeren garnieren. 1 EL Pfirsichmarmelade mit etwas Wasser verrühren und vorsichtig in die Mitte der Tartes geben, es ensteht ein Marmeladenspiegel.

 

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4 Comments

  • Reply Benni :)

    Ach, es war richtig schön, von deinem Frankreichaufenthalt zu lesen! Vor allem: Du warst an der Côte d`Azur? Wahnsinn, ich will auch! ♥
    Leider, leider war ich selbst noch nie im Land der Macarons, Baguettes und Tartes… 🙁 Aber es ist mein absolutes Traumreiseziel, denn wofür plage ich mich denn in der Schule mit Französisch rum, wenn ich dann nie in das Land fahre? 😀
    Deine Tarte schafft auf jeden Fall noch mehr Frankreich-Lust (und leider auch Hunger!!! 🙂 )
    Süße Grüße,
    Benni 🙂

    14. Juni 2016 at 21:25
    • Reply alinakl

      Liebe Benni,
      ja ich war wahrhaftig an der Côte d’Azur. Allerdings nicht in so berühmten Städten wie Nizza oder Saint Tropez, sondern in Cassis. Ein wunderschöner Ort, allerdings nicht so bekannt und eben sehr nah an Marseille dran.
      Jetzt wo du es ansprichst, eigentlich wollte ich in dem Blogpost auch noch etwas zu meiner Hassliebe zur französischen Sprache schreiben. Ich war in einer Klasse, die schon im 5. Schuljahr mit Französisch angefangen hat – also gleichzeitig mit Englisch -, aber zu meiner Schande kann ich es heute kaum noch. Man verlernt so schnell.
      Schön, dass dir meine Tarte gefällt. Ich könnte auch schon wieder ein Stück davon vertragen. 😉

      Viele liebe Grüße,
      Alina

      14. Juni 2016 at 21:58
  • Reply Jenny

    Wir waren vergangenes Jahr in Frankreich und es hat uns wirklich sehr gut gefallen. Landschaftlich ist Frankreich ja wirklich ein Traum! Traumhaft finde ich auch allerdings was du wieder mal gezaubert hast – es sieht fantastisch aus!! Auch die Brownie Pops vom letzten Post – yummie!!!
    Liebe Grüße
    Jenny von http://www.fitandsparklinglife.com

    15. Juni 2016 at 12:22
    • Reply alinakl

      Liebe Jenny,

      danke dir für den lieben Kommentar und schön, dass dir die Kreationen gefallen.
      Da bin ich ja fast schon ein bisschen neidisch, denn ich will auch unbedingt mal wieder nach Frankreich. 😉

      Viele liebe Grüße,
      Alina

      15. Juni 2016 at 13:33

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