Fougasse mit getrockneten Tomaten {Nachgebloggt am Freitag}

IMG_7491new

Ich stelle mit Erschrecken fest wie schnell die zwei Wochen bis zum nächsten “nachblogging” Freitag wieder um sind. Nicht, dass es nicht genug tolle Rezepte gäbe, die ich nachbloggen kann, mir fällt es mehr oder weniger schwer mich auf eins zu beschränken. Diese Woche schwirrten lange zwei Rezepte in meinem Kopf herum. Ich hatte auch schon beide mehrfach ausprobiert und für gut befunden, aber konnte mich kaum entscheiden welches es davon diese Woche auf den Blog schaffen sollte. Im Endeffekt entschied meine Familie für mich, denn in mehreren Testläufen überlebte die Fougasse, nachdem ich sie frisch aus dem Ofen geholt hatte, keine 24 Stunden, dann hatten sie schon alles verputzt – und ich hatte nicht nur eine gebacken! Danach wurde der Wunsch nach mehr geäußert und ein paar Tage später stand ich wieder mit einer Portion vor dem vorgeheizten Ofen. Man kann also mit gutem Gewissen sagen die Teile sind der Renner.

Auf die Idee mich mal an einer Fougasse zu probieren war meine Oma gekommen, die sie als “Französisches Freundschaftsbrot” in einer Nachmittagssendung des WDRs gesehen hatte. Die wohl dem ein oder anderen bekannte TV-Köchin Aurélie Bastian zauberte dort die französische Spezialität und meine Oma war hin und weg und erzählte mir die darauf folgenden Tage andauernd davon. Ich beschloss also dem französischen Brot mal eine Chance zu geben und war mehr als begeistert. Gerade im Moment liegt noch ein Rest von dem hier fotografierten Exemplar in der Küche und obwohl ich gut gefrühstückt habe, bin ich drauf und dran mir ein Stück davon zu holen. Fougasse macht süchtig! Und das in allen Altersklassen!

Doch was ist Fougasse eigentlich genau? Aurélie Bastian beschreibt es als ein typisches provencialisches Brot, das hauptsächlich aus Hefeteig und viel Olivenöl besteht. Man kann die Inhaltsstoffe zudem sehr gut variieren und es mit beispielsweise Oliven, Speck, Kräutern oder getrockneten Tomaten garnieren. Ich entschied mich für letzteres und wollte glatt schon loslegen, da fiel mir ein, dass man doch Fougasse auch bestimmt auf Blogs meiner Bloggerkolleginnen findet und es sich so super für “Nachgebloggt am Freitag” anbieten würde. Ich wurde fündig – und dann auch noch ausgerechnet bei Yvonne von Experimente aus meiner Küche. Ihr Blog war der allererste Foodblog, den ich richtig verfolgt habe und ihre super leckeren und dennoch sehr einfachen Rezepte haben meinem Freund und mir schon einige gemeinsame Kochabende gerettet. Es wurde also nach Yvonnes Rezept gebacken und das Ergebnis war phänomenal. Natürlich habe ich zwei kleine Dinge geändert. Wie schon erwähnt garnierte ich meine Fougasse mit getrockneten Tomaten und zudem habe ich Dinkelmehl (Typ 630) anstatt Weizenmehl verwendet, aber wie ihr es macht, das ist euch überlassen. Seid Kreativ! Falls ihr eure Fougasse übrigens auch mit getrockneten Tomaten backen wollt, dann seid vorsichtig, ich habe aus Versehen die “feurigen” gekauft und einige erschrockene Blicke geerntet als das Brot “etwas” schärfer war als sonst.

Fougasse mit getrockneten Tomaten {Nachgebloggt am Freitag}
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Ingredients
  • 30 g frische Hefe
  • 1 TL Honig
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 100 ml Olivenöl
  • 60 g getrocknete Tomaten
  • 530g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 EL Salz
  • Olivenöl zum Bestreichen
Instructions
  1. Die Hefe in eine Schüssel bröseln und in dem hinzugegebenen Honig auflösen. Wasser und Öl hinzugeben und alles gut miteinander verrühren.
  2. Das Mehl mit dem Salz vermischen und ebenfalls hinzugeben. Mit den Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine gut verkneten. Die Tomaten am Schluss unterheben.
  3. Den Teig für zirka 45 Minuten an einem dunklen und warmen Ort gehen lassen. Nach Ablauf dieser Zeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche zwei Kugeln daraus formen und auf einem Backblech zu zwei großen, dünnen Fladen formen. Mit einem Messer mehrere Löcher hineinschneiden und diese mit den Fingern vergrößern.
  4. Die Fladen mit etwas Olivenöl bestreichen und dann für 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei 220 Grad (Ober-/Unterhitze) goldbraun backen.

Previous Post Next Post

10 Comments

  • Reply Jule

    Ooooh yummy, mir läuft das Wasser im Mund zusammen! Wäre ebenfalls ein perfektes Rezept für ein kommendes Familienfest oder familiäres Grillen, umso besser, dass du hiermit quasi die Familientauglichkeit schon offenbart hast 😉 Abgespeichert & hoffentlich bald ebenso nachgemacht!

    18. Juni 2016 at 17:44
    • Reply alinakl

      Liebe Jule,
      wie schön, dass du wieder hier vorbei geschaut hast.
      Das Rezept ist wirklich familientauglich. Wenn du es ausprobiert hast und auch den Test bei deiner Familie bestanden hat, dann gebe mir gerne mal Bescheid.
      Viele liebe Grüße,
      Alina

      19. Juni 2016 at 18:35
      • Reply Jule

        Mach ich auf jeden Fall! Und die Wetteraussichten für die kommenden Tage klingen dahingehend doch schon einmal sehr einladend ;). Danke auch für deinen tollen Kommentar zu meinem Cambridge Guide! Das freut mich natürlich umso mehr, vor allem dich dafür begeistern zu können – ich bin ein großer Fan von deinem Blog geworden (was wohl doch sehr stark daran liegt, dass wir die Frühstück-Liebe teilen)! Gib Cambridge was allein das angeht unbedingt eine Chance – allein auf unserem Weg zu jeweils ausgesuchten Restaurants schrien’ immer wieder einige tolle Örtchen “Geht hier Frühstücken, hier hier hier!!”. Kann es dir nur sehr ans Herz legen! Eine so tolle Stadt 🙂

        20. Juni 2016 at 11:27
        • Reply alinakl

          Liebe Jule,
          da bist du ja schon wieder – das freut mich total! 🙂
          Schön zu hören, dass du eine Verbündete beim Thema Frühstück bist. Es ist ja nunmal auch die beste Mahlzeit des Tages. Wobei ich auch beim “Afternoon-Tea” schwach werde. Bei Kaffee und Kuchen sage ich auch nicht nein.
          Und noch vielen vielen Dank für dein Kompliment über meinen Blog. Das tut so gut zu hören! 🙂

          Bis bald & viele liebe Grüße,
          Alina

          20. Juni 2016 at 19:03
  • Reply Aurélie

    Danke sehr fürs nachbacken ! ich freue mich sehr dass es dir geschmeckt hat !
    Ganz liebe grüße und bis bald auf Instagram 😉

    22. Juni 2016 at 19:54
    • Reply alinakl

      Liebe Aurélie,
      ich freue mich riesig über dein Feedback. 🙂
      Es ist wirklich ein tolles Rezept und bestimmt nicht zum letzten Mal von mir nachgebacken worden.

      Viele liebe Grüße,
      Alina

      22. Juni 2016 at 20:14
  • Reply Dandelion Dream

    Das klingt nach einer super Beilage zum Grillen. Muss ich unbedingt mal ausprobieren. Hefeteig und getrocknete Tomaten hört sich wirklich lecker an. 🙂 Ich mag auch total gerne Oliven-Focaccia, das wird ja so ähnlich zubereitet.
    Liebe Grüße
    Julia
    Dandelion Dream

    24. Juni 2016 at 17:10
    • Reply alinakl

      Liebe Jule,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
      Du musst es wirklich mal ausprobieren, es macht süchtig!
      Oliven-Focaccia mag ich auch total gerne. Ich glaube Focaccia wird nur noch mit ein bisschen mehr Öl zubereitet, ansonsten ähneln sie sich wirklich.

      Viele liebe Grüße,
      Alina

      27. Juni 2016 at 17:17
  • Reply Patricia

    Mhhhh, deine Fougasse kann ich förmlich riechen! Ich hab Italien in der Nase, sozusagen 😉
    Mit Tomaten und Oliven habe ich auch schon Brote gebacken und kann mir also vorstellen, wie gut das schmeckt 🙂

    Liebe Grüße,
    Patricia

    24. Juni 2016 at 19:42
    • Reply alinakl

      Liebe Patricia,
      auch vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar.
      Ich finde getrocknete Tomaten sind einfach ein Traum im Brot. Und ein Olivenbrot muss ich auch unbedingt mal wieder machen.

      Viele liebe Grüße,
      Alina

      27. Juni 2016 at 17:18

    Leave a Reply


    *

    Rate this recipe:  

    Das könnte dir auch gefallen:

    Close