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30. Juli 2016

Kokos-Mandel Streusel mit Johannisbeeren

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Wer kennt sie nicht, diese Lieder, die man während einer bestimmten Begebenheit fast schon zu oft gehört hat und die letztlich zu einer Art Soundtrack werden. Soundtrack eines bestimmten Lebensabschnitts, eines besonderen Urlaubs oder für die Beziehung zu einer besonderen Person. Es gab bestimmt schon einige dieser Lieder in meinem Leben – an alle erinnere ich mich jedoch nicht. Ein unverfängliches Beispiel ist das Lied “Whatcha Say” von Jason Derulo. In meinem elften Schuljahr verbrachte ich im Rahmen eines Schulprojekts drei wunderschöne Wochen in Neuseeland. Es war so eine spannende Erfahrung für mich. Ich war das erste Mal so lange alleine von Zuhause weg und dann war die Entfernung auch noch so riesig. Ich habe tausende schöne Erinnerungen an diese Zeit, aber komischerweise ist “Whatcha Say” die nachhaltigste Erinnerung, denn sobald ich diesen Song höre, schwirren die Bilder von dieser Zeit in meinem Kopf. Meine beste Freundin, mit der ich in dieser Zeit jedes unserer bezogenen Zimmer teilte, hatte diesen Song in dieser Zeit als Weckerton. Ich war Jetlag geplagt und nicht selten ging der Wecker schon um 6 Uhr morgens – de facto verfluchte ich diesen Song jeden Morgen. Heute jedoch liebe ich die ersten Töne und fühle mich jedes Mal 6 Jahre zurück versetzt. 
Das Verrückte ist, dass sich auch momentan wieder ein Song zu solch einem Soundtrack entwickelt und auch dieser Song ist wieder von Jason Derulo (Jason du hast es drauf!!!). Hinter mir liegen vier Jahre Studium. Und wenn am Montagmorgen mein Wecker klingelt, dann nicht mehr um zur Vorlesung zu gehen, sondern um zur Arbeit zu fahren. Vier Jahre in denen ich es beinahe erfolgreich geschafft habe die “8 Uhr-Vorlesungen” zu meiden und erstmals aus meinem Elternhaus auszog um die Welt zu erobern (…nicht!) sind vorbei. Seit letzter Woche ist mein ganzer Besitz wieder in meinem Kinderzimmer untergebracht (sehen wir Mal von der Backutensilien-Flut auf Mamas Küche ab) und dort wird er auch erstmal bleiben. Ich wohne wieder Zuhause – juhu! Aber ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt und darauf wie ein normaler Mensch geregelten Arbeitszeiten nachzugehen, denn bisher musste ich dank meines Nebenjobs immer am Wochenende arbeiten. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen was für ein tolles Gefühl es war an meinem letzten Tag aus dem Laden rauszumarschieren und sich auf all die Wochenenden zu freuen, die jetzt frei vor einem liegen. Und passend dazu läuft seitdem auf meinen Ohren “Trumpets” von Jason Derulo. Der Inhalt des Songs passt nicht zu meiner aktuellen Situation, aber wenn man die Trompeten spielen hört und der Songtext lautet “And the trompets they go …”, dann freu ich mich auf das was nun kommt und schließe versöhnlich mit allem vergangenem ab. Und wenn dann am Montagmorgen mein Wecker um 5 Uhr klingelt und “Trumpets” als Weckerton aus meinem Handy schallt, dann werde ich mich wahrscheinlich fragen warum die Studienzeit denn schon vorbei sein muss und ich nicht doch “Whatcha Say” als Ton gewählt habe, denn vielleicht wären neuseeländische Gedanken um 5 Uhr morgens doch versöhnlicher.

Um nun einmal die Kurve zu dem heutigen Rezept zu bekommen, möchte ich darauf hinweisen, dass es für mich auch Kuchen gibt, die mich an bestimmte Begebenheiten erinnern. Einer davon ist der wunderbare Blechstreuselkuchen meiner Mum. Als ich vor einigen Tagen von Caroline von der Glossybox eine zuckersüße Einladung zu ihrer Blogparade zu dem Motto “Dein perfektes Picknick-Rezept” bekam musste ich schnell an diesen einfachen Kuchen denken, den ich an Tagen nach Familienfesten oft in meiner Schul-Brotbox fand oder den meine Mutter zu Sommerfesten backte. Um dem Rezept eine spezielle Note zu geben entschied ich mich jedoch einen anderen Boden zu backen. Herausgekommen ist ein Streuselkuchen mit Mandel-Kokos-Boden und einer leichten Johannisbeerfüllung. Super lecker und saftig! Und zudem auch noch super geeignet für ein tolles Picknick am Nachmittag, denn bei dem Kuchen kann nichts schmelzen oder zerlaufen.

Die Blogparade geht noch bis zum 1. August und ihr könnt ein superhübsches Fahrrad mitsamt einem passenden Picknickkorb gewinnen. Vielleicht habt ihr Lust und schaut mal vorbei.

Kokos-Mandel Streusel mit Johannisbeeren
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Ingredients
  • Für den Boden:
  • 4 Eier
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 75 g Kokosraspeln
  • 125 g Zucker
  • eine Messerspitze Zimt
  • 7 g abgeriebene Zitronenschalen
  • 7 g abgeriebene Orangenschalen
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 EL Joghurt (hier: Kokos-Sojajoghurt)
  • 150 g Johannisbeeren (abgelöst)
  • Für die Streusel:
  • 150 g Weizenmehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150-200 g Butter
Instructions
  1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Zucker steif schlagen. Das Eigelb mit dem Zucker und dem Vanillezucker cremig rühren.
  2. Alle anderen Zutaten zu der Ei-Zucker-Masse hinzugeben und vollständig unterrühren. Zuletzt das Eiweiß vorsichtig unterheben.
  3. Eine 20er Springform mit Backpapier auslegen und die Mandelmasse hineinstreichen. Darüber die gewaschenen und abgelösten Johannisbeeren streuen bis in etwa der Boden bedeckt ist.
  4. Für die Streusel das Weizenmehl in eine Schüssel sieben, daraufhin den Zucker und den Vanillezucker hinzufügen. Zuletzt die Butter in Flöckchen dazugeben und alle Zutaten mit den Händen oder dem Handmixer zu Streuseln vermengen.
  5. Die Streusel gleichmäßig auf den Johannisbeeren verteilen und alles für zirka 60 Minuten goldbraun backen. Eventuell in den letzten 15 Minuten die Hitze etwas erhöhen (oder die Umluft anstellen) um die Streusel brauner werden zu lassen.

Nur so als kleiner Tipp: Wenn ihr die Streusel weg lasst, dann habt ihr einen super leckeren Low-Carb Picknick-Kuchen. (Mal abgesehen vom Zucker ;-)) Probiert es einfach mal aus. Bei meinen Testpersonen ist er super angekommen. 

Habt ein schönes Wochenende! 

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